"Bindeschuh" - der Anfang

In Absprache mit interessierten Eltern und unter Mitwirkung ihrer Kinder mit geistiger Behinderung, seinerzeit im Alter von 12 bis 33 Jahren, wurde im November 1992 die Einrichtung eines "Malkurses" zwischen Prof. Dr. Gert Gekeler vom Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Fulda und Mechthild Laudenbach als Geschäftsführerin der Lebenshilfe Fulda-Hünfeld e.V. vereinbart.

Gleich im Wintersemester 1992/93 startete das Projekt als Lehrveranstaltung mit zwölf Menschen mit kognitivem Handicap und 14 Studierenden unter dem Titel "Kunst mit geistig behinderten Menschen". Die anfänglich häufig verwendete Bezeichnung Mal-"kurs" konnte den Eindruck hervorrufen, so etwas wie Ausbildung oder die Vermittlung von Fertigkeiten seien Zentrum der Veranstaltung gewesen. Es stand aber von Vorneherein fest, dass  den Projektteilnehmer*innen zunächst einmal nur Raum, Zeit und Materialien zur Verfügung gestellt und weder pädagogische noch therapeutische Ziele verfolgt werden sollten. Die einzige Zugangsvoraussetzung für sie sollte ihr Interesse am bildnerischen Gestalten sein.

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